Schwimmteiche kosten richtig Geld.

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Aber ganz wie beim Hausbau lassen sich die kosten beim Schwimmteichbau durch Eigenleistung reduzieren. Wie Sie das auf sinnvolle Weise tun, um auch wirklich Geld aber vor allem auch Zeit und Nerven zu sparen, möchte ich Ihnen in diesem Artikel erläutern.

Es gibt ja wirklich Leute, die es schaffen, einen Schwimmteich oder Naturpool komplett selbst zu bauen. Wenn ich mir dazu die „Selberbauer-Seiten“ im Netz ansehe, mache ich mir schon so meine Gedanken, welche Mühen diese Menschen auf sich nehmen und welch altes überholtes Wissen sie benutzen um sich ihren Wunsch nach einem Badegewässer zu erfüllen. Ganz abgesehen von den Plagen, die auf sie zukommen, wenn es nicht so funktioniert wie es die vermeintlichen und veralteten Ratgeber geschrieben oder gesagt haben.

Niemand macht sich einen Begriff wie empfindlich Wasser wirklich ist. Und da meine ich nicht das Trinkwasser. Nein, da meine ich das Badeteich- oder Naturpoolwasser. Das nämlich ist weitaus sensibler als Trinkwasser. Gut, so ganz stimmt das auch wieder nicht. Der Mensch ist der Empfindlichere! Er kann Wasser trinken - laut Trinkwasser-Verordnung - das mit bis zu einem 6,7 mg/Liter hohem Phosphatwert belastet sein darf. Schwimmt er aber in diesem Wasser, möchte er es also für seinen Badeteich oder Naturpool nutzen, badet er in erbsengrüner Algensuppe. Da klärt sich dann schnell der Grad der Sensibilität und zu klären ist das Wasser auch nicht mehr. Der Grenzwert, der dem Füllwasser zugesprochen wird, liegt aber weit weit darunter, bei 0,032mg. Allein an dieser Spanne sieht man wie empfindlich das Ökosystem Schwimmteich ist.

Wasser regiert auf Inhaltsstoffe, wie wir aufs Wetter, auf Erdbeben und auf Feuersbrünste. Das ist jetzt aber übertrieben, sagen Sie? Nun, dann sehen Sie sich die Fotos dieser Badeteiche und Naturpools einmal an, lesen Sie in den Foren der Selberbauer. Natürlich geklärtes Wasser gehört zu den Elementen, die es einem nicht leicht machen, da es in ständigem Kontakt, in immer währender Resonanz mit allen anderen Elementen steht und sich wie wir den Einflüssen der Umwelt, egal ob natürlicher oder vom Menschen veränderter, stellen muss und immer wieder beeinflusst wird.

Ich komme vom Thema ab, sagen Sie! Schaut so aus, aber ich muss diese Worte voranstellen, um Ihnen mitzuteilen, dass komplettes Selberbauen nicht der Weg ist, den ich empfehlen würde. Da geht es mir nicht darum, dass mir dadurch Arbeit fehlen könnte. Nein. Mir tun diejenigen leid, die im Schweiße ihres Angesichts etwas gebaut haben und dann daran ständig herumfeilen müssen. Vielen mag das ja sogar Spaß machen und sie betreiben das als Hobby. Den anderen aber, muss dann doch so manches Mal von einem Profi geholfen werden. Und nicht selten, fallen Urteil und Prognose vernichtend aus.

Wir dagegen empfehlen teilweisen Selbstbau. Das zu bebauende Feld ausräumen, das Loch ausheben, die Mauern bauen und zum Schluss das Holzdeck, das sind alles Tätigkeiten, die ich jedermann zutraue. Und wenn es Jedermann nicht alleine machen will, dann gibt es im Bekanntenkreis sicher einen Maurer oder Zimmerer, der sich vielleicht nebenbei etwas dazu verdienen will. Das sind die richtigen Arbeiten für den Badeteich-Laien.

Das Herzstück aber, der Bau des Filters, die Wasserverteilung und die Technik, sollte unbedingt in der Hand eines Profis bleiben, der auf dem neuesten Stand der Technik ist, die jedes Jahr Neues hervorbringt, bessere Filter, bessere Durchströmungswerte, und natürlich ändern sich die Normen. In Österreich gibt es seit letztem Jahr die neue Ö-Norm. In Deutschland basteln sie gerade wieder an den FLL-Richtlinien herum. Da ist dann Teichbauer nicht gleich Teichbauer. Da braucht es langjährige Erfahrung, gute Partner oder eine Ausbildung in der Limnologie und die richtigen Lieferanten.

In diesen geschilderten Bereichen und bei der Folienverlegung werden die meisten Fehler gemacht. Da ist Vermeidung der Weisheit letzter Schluss! Wenn Sie diese Tätigkeiten abgeben, ist Ihr Geld richtig eingesetzt und auch Ihre Kraft. Wir sind die limnologisch (Süßwasser-kundlich) Vorgebildeten. Wir haben die Erfahrung, wir kennen die Gebote und die richtigen Antworten, auch wenn wir dabei manchmal nur um ein bisschen Geduld bitten und beschwichtigen müssen. Und natürlich wissen wir, welche Filtersysteme wie funktionieren.

Aber auch wir haben zu tun mit den Umwelt-Einflüssen, denen das natürliche System ausgesetzt ist. Das möchte ich nicht verhehlen. Wir bauen nur so gut, wie es die Umwelt zulässt.

Also holen Sie sich einen Bagger, betonieren Sie den Boden, bauen und verputzen Sie die Mauern. Holen Sie uns früh genug dazu und lassen Sie es uns zusammen planen. Dann sparen Sie an der richtigen Stelle!

Trotzdem gibt’s diese Tätigkeiten nicht zum Nulltarif. Ein Bagger kostet Miete, Das Erdreich muss abgefahren werden. Das kostet LKW und Kippgebühren. Dann kommt der Beton, die Schalungssteine, Sand und Zement dazu. Und Ihre Zeit oder die der anderen Helfer.

Um Ihnen eine Zahl zu nennen: insgesamt sparen Sie vielleicht 10-15% am Gesamtprojekt ein. Das sind bei kleinen Naturpools zwischen 3 und 4 Tausend Euro.

Vielleicht hilft Ihnen das ein bisschen weiter. Würde mich freuen!

Beste Grüße,

Johannes Folger

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