Die Bauweisen von Naturpools bzw. Biopools

Beim Bau eines Biopools, in der Fachsprache hat sich der Begriff Naturpool durchgesetzt, kann ganz Ihren Wünschen entsprochen werden.

Naturpools können wir geradlinig, streng geometrisch also oder sanft geschwungen, als ein sich ganz harmonisch in die natürliche Umgebung anpassendes Bad, bauen. Die Form des Filters, den wir einbauen, und der nur die Größe von 15% der Gesamtwasserfläche haben muss, passen wir der Form des Pools an.

Sie können wählen, ob der Filter intern, also auf gleichem Wasserniveau, oder extern, also über dem Niveau des Schwimmbereiches sein soll.

Wer die Wahl hat, kann gestalten

Wie bei den Badeteichen, so gibt es auch bei den Naturpools Varianten und Kombinationen aus allen Möglichkeiten. Wir haben auch schon einen unbenutzbar gewordenen Badeteich in einen Naturpool verwandelt. Ja, das gibt es wirklich! Es gibt alte Badeteiche, in denen die Natur überhandgenommen hat, die zu wenig gepflegt wurden oder zu einer Zeit gebaut wurde, zu der das Wissen über die süßwasserkundlichen Vorgänge bei den Landschaftsgärtnern oder Aquaristen noch nicht so verbreitet war.

Gleichwohl haben sich auch die Geschmäcker geändert. Pure Natur, die in den 90igern noch salonfähig war, hat sich heute mancherorts in kühle Strenge verwandelt. Dem tragen wir natürlich Rechnung. Wer nicht mit den Pflanzen schwimmen will – und auch nicht mit Fröschen – für den ist der Naturpool in seinen verschiedenen Varianten, bestimmt das Richtige.

Bauweise intern

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Der Naturpool mit internem Filter - das heißt Baden und Reinigen auf einer Linie, ohne viel Firlefanz, aber ganz schön klug, wie Sie unten noch lesen können.

Schwimmbereich und Filter sind durch eine unter Wasser endende Mauer getrennt. Damit ergibt sich ein Wasserspiegel. Das Wasser wird in einem Skimmerbecken abgezogen und in den Bodenbereich des Filters eingeströmt. Es verteilt sich gleichmäßig und durchströmt dann von unten nach oben die verschiedenen Filtermedien.

Ein 2. Kreislauf wird über den Skimmer selbst betrieben, und das von Laub und anderen größeren Partikeln befreite Wasser, drückt dann durch Einströmdüsen wieder in den Pool zurück. Der besondere Vorteil, der natürlich auch für die externe Variante gilt, ist der der Rückspülung. Alle 6-8 Wochen kann die abgestorbene Biomasse aus dem Filter geholt werden, so dass der Filter niemals voll wird.

Das Besondere an der Rückspülung: sie dauert keine halbe Stunde und die Biomasse kann direkt an die Sträucher oder Stauden im Garten gegeben werden zur Düngung, den Sie bzw. Ihr Naturpool selbstständig und kostenlos produziert.

Bauweise extern

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Getrennt und doch vereint

Hier sind Schwimm- und Reinigungsbereich, sieht man von den Leitungen einmal ab, vollkommen voneinander getrennt. Die Reinigung des Wassers vollzieht sich in einer eigenen Kammer, die sinnvollerweise direkt an den Pool angeschlossen sein sollte.

Wobei auch völlig ausgelagerte Filteranlagen möglich sind. Wie beim internen Filter, so auch hier, ziehen wir das Wasser unterirdisch ab und pumpen es in die Filterkammer. Über einen Überlauf aus Stein oder Metall fließt das gereinigte Wasser dann wieder in den Naturpool zurück.

Diese Überläufe sind natürlich ein zusätzliches Highlight, da das überfließende Wasser einen schönen feinen Vorhang bildet. Zu betonen ist an dieser Stelle, dass bei 40/50cm Überlaufhöhe der Ton des Wasserfalls recht leise ist und Ihre Nachbarn nicht stören dürfte.

Aus eins mach zwei

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Aus eins mach zwei. Sind Sie dabei, fühlt sich das Wasser frei

Falls Sie auf die Wasserpflanzenvielfalt nicht verzichten wollen, kann der Naturpool auch so gebaut werden, dass die Reinigung in einem ausgelagerten Regenerationsbereich stattfindet. Das ist dann so ähnlich oder genauso, wie beim Badeteich mit externer Regeneration: das Wasser läuft über die Überlaufkante in ein Vorklärbecken, von dort in den Feinfilter, dann mittels kräftigem Zug der Pumpe in den Verteiler des Regenerationsbereichs.

Über ein spezielles Abzugssystem wird es dann wieder herausgeholt und in den Naturpool zurückgepumpt.

Top-Down und Bottom-Up

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Keine neue Filtermethode, dafür aber bessere Filtermedien und innovative Filter-Einbauteile bei einem gleichbleibend starken Wasserstrom.

Es ist keine Neuigkeit, dass Filter von oben nach unten, bzw. von unten nach oben durchströmt werden können. Neu aber ist die Zugänglichkeit des Filterbodens über Wartungsrohre und Luftspülleitungen.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich Einströmplatten und –Rohre zusetzen und damit Filter außer Betrieb setzen oder zumindest deren Wirkung reduzieren können. Deshalb hat die Fa. Biofermenta aus Salzburg eine Pflanzenkläranlage entwickelt, die auf ein Prinzip setzt, das nachhaltiger und effizienter reinigt!

In einem gemauerten und folierten Becken stehen sogenannte Zonen Einheiten – das sind Gitterverbundplatten mit einer Maschenweite von lediglich 3mm - auf Stell-Füßen durch die Luftspülleitungen laufen. Diese Leitungen sind wiederum mit einem Wartungsrohr DN 100 verbunden und die darin strömende Luft durchspült die Zwischenräume der Kies-Schüttung und wirbelt am Boden anbackende Sedimente auf, die mittels einer Pumpe aus dem Becken herausgeholt werden können.

Auf den Zoneneinheiten lagern dann 2 Schichten Dolosafe, einem besonders sauber gewaschenen und im Labor geprüften Dolomit-Splitt oder Schotter, der Phosphat lediglich in zarten Spuren (weniger als 1mg/kg Phosphor) enthält und einem vorbehandelten Zeolith.

Das bedeutet sauberstes Wasser, da alle Nährstoffe, die für ein Pflanzen- und damit auch Algenwachstum notwendig sind, nicht durch den Dolomit-Schotter zur Verfügung gestellt und somit lediglich durch das Badewasser angeliefert werden müssten. Bei einem guten Füllwasser, wären dann schon Einträge von außen bzw. durch den Badenden selbst notwendig, um Nährstoffe zu entwickeln, die für Verunreinigung sorgen. Sie haben es also selbst in der Hand für Nährstoff zu sorgen oder nicht.

Umbau Badeteich in Naturpool

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Das Wissen über aquatische Systeme ist in dem Maße gestiegen, wie Badeteiche mit den Jahren zugewuchert sind.

Es soll ja Badeteich-Besitzer geben, die ihre nicht funktionierenden Badeteiche, und solche gibt es recht viele, leider wieder zuschütten lassen. Das aber muss nicht sein.

Natürlich bedeutet das wieder einen gewissen, nicht zu unterschätzenden Aufwand und der Umbau kostet mindestens das Gleiche, was der Badeteich damals gekostet hat. Das muss man natürlich sagen.

Dafür bekommt er aber eine Badeanlage über die er sich wieder freuen kann und die auf dem neuesten wasserkundlichen Wissenstand beruht. Denn, nicht nur die Bauteile sind weiter entwickelt worden, auch der Erfahrungsschatz hat immens zugenommen und damit eigentlich eine neue Fachrichtung begründet, die aus der Verbindung des Landschaftsgärtners mit dem Süßwasserkundler, dem Limnologen, entstanden ist.